Vertrauen und Sicherheit
Die Sicherheitsbedenken der Internet-Nutzer sind trotz umfassender Bemühungen der seriösen Online-Anbieter in den vergangenen Jahren nicht geringer geworden, sondern haben im Gegenteil ständig zugenommen.
Die für Unternehmen stetig wachsende Bedeutung von Marktplätzen in der virtuellen Welt führt unweigerlich auch zu einer Zunahme der Attraktivität für kriminelle Absichten. Bei den meisten Angriffen wird versucht Informationen zu erlangen, mit denen Kunden ihre Finanztransaktionen autorisieren. Einerseits geschieht dies durch Phishing (das Umleiten von Usern zu ähnlich aussehenden Webseiten mit dem Ziel, dass diese dort Ihre Zugangsdaten, Kreditkarteninformationen, etc. eingeben), andererseits durch den Einbruch in Systeme, in denen Daten zur Genehmigung von Zahlungen gespeichert sind oder durch das Mitlesen solcher Informationen bei deren Übertragung.
Der Einsatz eines digitalen Zertifikates, das Heranziehen eines Dienstleisters für die Abwick-lung von Zahlungen oder die Zertifizierung der eigenen Applikationen in Verbindung mit geeigneten, an Kunden gerichtete Informationen, bieten einen wirksamen Schutz vor den genannten Angriffen und stärken entscheidend das Vertrauen von Nutzern in E-Commerce und damit auch dessen Akzeptanz.
1. Sichere Verbindung
Durch den Erwerb eines qualifizierten SSL-Zertifikats bei einem akkreditierten Anbieter besteht die Möglichkeit, sensible Daten für die Übertragung zuverlässig zu verschlüsseln und so das Risiko von Datenmissbrauch entschieden zu vermindern. Da der Shopbetreiber bei diesem Verfahren die eigene Identität eindeutig nachweisen kann, ist es auch wirksam als Schutz gegen mögliche Phishing-Angriffe auf Kunden und stellt so einen wesentlichen Beitrag zur Vertrauensbildung dar. Der Handelsverband empfiehlt daher ausdrücklich die Verwendung eines qualifizierten SSL-Zertifikats als Identitätsnachweis und zur verschlüsselten Übermittlung von sensiblen (personenbezogenen, zahlungsrelevanten, etc.) Daten.
2. Zahlungsabwicklung
Eine entscheidende Grundlage und Herausforderung für E-Commerce Anbieter ist die Sicherstellung einer kundenfreundlichen und möglichst risikolosen Zahlungsabwicklung im Internet. Die Minimierung und gezielte Abwehr der mit den stetig wachsenden Möglichkeiten des virtuellen Handels einhergehenden Risiken ist daher für Kunden und Anbieter von zentraler Bedeutung. Das besondere Maß an Sorgfalt im Umgang mit zahlungsrelevanten Daten kommt dabei vor allem durch die Wahl der geeigneten Mittel und Maßnahmen zu deren Schutz zu tragen. Anlass zur besonderen Umsicht ist vor allem dann geboten, wenn sensible Daten auf unternehmenseigenen Systemen gespeichert werden. Der verlässliche Schutz vor unbefugten Zugriffen von außerhalb wie auch innerhalb des Unternehmens ist aufgrund der erforderlichen technischen und administrativen Vorkehrungen mit hohem Aufwand verbunden. Um bestmögliche Sicherheit bei der Bezahlung am virtuellen Marktplatz garantieren zu können, stehen Unternehmen eine Reihe von ständig weiterentwickelten Instrumenten, Dienstleistungen und Sicherheitszertifizierungen zur Auswahl. In Abstimmung mit den jeweiligen Rahmenbedingungen und Anforderungen lassen sich so maßgeschneiderte Lösungen zur Zahlungsabwicklung unter Berücksichtigung höchstmöglicher Sicherheitsstandards erzielen. Nachfolgende Auswahl bietet einen Überblick über geeignete Maßnahmen zum Schutz zahlungsrelevanter Informationen im E-Commerce.
3. Übersicht über akzeptierte Online-Zahlungsmittel
Durch die Formulierung einer leicht und jedenfalls vom Beginn der Datenerhebung an zugänglichen Beschreibung der akzeptierten Zahlungsmittel sollen Kunden die Möglichkeit erhalten, sich anhand einer übersichtlichen Aufstellung vor dem Hintergrund von Sicher-heitsmerkmalen und Informationen zu den Herausgebern über die angebotenen Zahlungsformen zu informieren.
Einen Überblick über Online-Zahlungsmittel und deren Sicherheitsmerkmale finden Sie in der E-Commerce Quality Richtlinie.
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